Bürgerinitiative “Etz langt’s!” aus Ansbach solidarisch mit Grafenwöhr – Kundgebung bei der Wache I

Posted by Renate Gradl on Okt 19th, 2009 and filed under Grafenwöhr:, Nachrichten, Region, Renate Gradl, Verfasser. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

Demonstration in Grafenwöhr am vergangen Wochenende -- Bild: Renate Gradl “Weg mit die Hubschrauber, der Teufel soll se holn”

Grafenwöhr/Ansbach. Ein kleines Grüppchen zeigte sich solidarisch mit den Grafenwöhrern: Die Bürgerinitiative “Etz langt’s!” aus Ansbach fordern bei ihrer Kundgebung an der Wache eins: “Hubschrauber weg aus Grafenwöhr und ganz weg!”

Nachdem die Hubschrauber über Bad Windsheim und Ansbach kreisten, werden viele Übungsflüge nach Grafenwöhr verlegt. “Das wollen wir nicht! Was in Ansbach nicht geht, wollen wir auch nicht in Grafenwöhr. Ob es in Ansbach weniger wird, wird sich noch zeigen. Schließlich wollen wir nicht eingemauert werden. – Lärmschutz heißt Schutz des Lebens.

Der Lärmpegel ist die eine Sache. Entscheidend aber ist, dass es von hier aus um Krieg geht. “Das ist eine Sache, die wir nicht hinnehmen dürfen”, fordert Pfarrer Hansjörg Meyer, der Vorsitzende der Bürgerinitiative “Etz langt’s!”. Nach dem Grundgesetz sind wir dazu verpflichtet. Angriffskriege dürfen nicht durchgeführt und vorbereitet werden. Die Staatsregierung und die Berliner Politiker spielen die Bürgerinitiativen gern gegeneinander aus. “Wir müssen aufpassen und zusammenhalten und nicht nach dem Floriansprinzip denken. Dass wir bisher die Truppen ertragen haben, die für ihre Kriege üben, ist unsere Schuld”, so Meyer.

“Der Flug- und Schießlärm rund um den Truppenübungsplatz stört. Aber der Bürgerprotest stößt leider auf taube Ohren”, sagte Klaus Bergmann, der Kreisvorsitzender der “Grünen”. “Ich hoffe, dass diese Protestaktion Wirkung zeigt und der Zustand abgeschafft wird”, so Bergmann.

Zwischendurch erklang das Lied: “Die Amis spielen den Krieg hier. Weg mit die Hubschrauber, der Teufel soll se holn…” Auch Dieter Wutzer vom Zusammenschluss umweltbewusster Bürger rund um den Truppenübungsplatz meinte: “Man muss für sein Recht auf Gesundheit und Schlaf in der Nacht kämpfen”. Nach der Kundgebung schauten sich die Ansbacher auch die Siedlung am Netzaberg an, die ja schon einmal als “Legoland in Bayern” bezeichnet wurde.

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6 Responses for “Bürgerinitiative “Etz langt’s!” aus Ansbach solidarisch mit Grafenwöhr – Kundgebung bei der Wache I”

  1. Etza mal unter uns…..

    Was wollen die denn damit bezwecken? Das der Ami geht ? Das wäre bestimmt sehr toll für unsere Wirtschaft … Uns geht’s ja eh so gut, oder ?

    Mei o mei… Die paar Hubschrauber und Flugzeuge die hier rumfliegen … Ist doch wirklich net so schlimm .. Da nerven mich manche Rasenmäher und Sägen am Samstagnachmittag im Sommer viel mehr … Der Hubschrauberlärm is innerhalb von a paar Minuten vorbei … Und die Schrauber gehören halt mal zum Militär dazu… Also wenn ich da an Früher zurückdenk ….. Als hier noch Übungen mit Panzern gefahren wurden .. Das war Lärm … Aber richtig .. Aber mittlerweile wundert man sich doch direkt wenn mal eine paar Schüsse fallen…

    Is gut… Protestiert weiter … Meinen Zuspruch bekommt ihr net …

    Gruß
    Marcel Gärtner

  2. Hallo Marcel,

    manche von uns gehen nebenher noch arbeiten, haben Kinder, ein Haus und einen Garten. Oder engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen.
    Da bleibt nicht so viel Zeit, um auf dumme Kommentare in irgendwelchen Foren zu antworten. (…)

    Dieser Teil Ihres Eintrags wurde gelöscht, bitte diskutieren Sie dieses Thema im Forum.

  3. Redaktion sagt:

    Dieser Teil Ihres Eintrags wurde gelöscht, bitte diskutieren Sie dieses Thema im Forum dein-grafenwoehr.com

    Direkt zu diesem Thema Bürgerinitiative “Etz langt’s!”

  4. Dr. Michael Gampe sagt:

    Hallo, “Etz langts” ! Zeitgenossen Ihres Schages standen schon in den Hügeln Berlins um 1890 und riefen Otto Lilienthal bei seinen Fluversuchen zu,er solle das lassen,weil “wenn Gott gewollt hätte,dass der Mensch fliegt,hätte er ihm Flügel mitgegeben”. Sie standen an der Bahnstrecke Nürnberg-Fürth 1835 und meinten ,die Eisenbahn ist ein Werk des Teufels”. Sie standen an der Startbahn West,in Gorleben, in Heiligendamm, sind gegen Gentechnologie ,Globalisierung und weiß Gott gegen was noch. Es sind die Menschen,die eigene psychische Probleme projizieren und sublimieren, indem sie zu Berufsquerulanten mutieren. Lasst sie. Die Demokratie verträgt das. Nehmt sie nicht so ernst. Sie machen das Leben bunter. Es wird sich spätestens nach der -oft lebenslang fortdauernden- Pubertät legen.

  5. Harald Krahl sagt:

    Sehr geehrter Dr. Gampe,
    nix fier ungoud;
    aber sagen Sie mal-: sind Sie blind und taub?; Sehen Sie nicht die Zusammenhänge der von Ihnen geschilderten Projekte und der zunehmenden Verschlechterung der Zustände in unserem Land; ja in der ganzen Welt?
    Mißstände beim Namen zu nennen hat REIN GAR NICHTS mit Berufsquerulanentum zu tun. Psychische Probleme entstehen in der Tat unter anderem durch Lärm. Ich weiß nicht wo Sie wohnen, aber können Sie nachts noch durchschlafen? Lärm wird meiner Erfahrung nach meistens durch Pupertierende verursacht; dagegen protestieren eher erwachsene, reife, sittlich und moralisch gefestigte Menschen. Da Sie offenbar Freude an der Not anderer empfinden, kann ich Sie letzter Gruppe, trotz Dr. Titel, leider nicht zu ordnen!
    mit freundlichem Gruß

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